Koblenz. Das derzeitige Niedrigwasser stellt die Schifffahrt und den Hafenbetrieb vor
besondere Herausforderungen. Für die Beurteilung der aktuellen Lage der Schifffahrt ist
insbesondere der Pegelstand in Kaub von Bedeutung da dieser als wichtige Referenz für die
Binnenschifffahrt gilt.
Sinkende Wasserstände führen vor allem zu deutlich geringeren Auslastungen der Schiffe.
Um die notwendige Abladetiefe einzuhalten, können viele Schiffe ihre übliche Ladungsmengen
nicht mehr vollständig aufnehmen. Dadurch steigt der logistische Aufwand für Reedereien und
Verlader erheblich. Zusätzliche Fahrten und weiterer Schiffsraum werden erforderlich, zudem
müssen Teile der Fracht auf die Schiene beziehungsweise den Lkw verlagert werden. Durch
die trimodale Struktur ist es im Rheinhafen Koblenz möglich solche Verlagerungen auf die
Straße oder die Schiene vergleichsweise flexibel umzusetzen, um Lieferketten auch unter
schwierigen Rahmenbedingungen aufrechtzuerhalten. Das zum Hafen gehörende 11 km
lange Gleisnetz kann somit auch in Zukunft als Risikopuffer gesehen werden.
Auch bei einem Absinken des Pegelstands in Kaub unter die definierte Marke bleibt die
Schiffbarkeit des Rheinhafens Koblenz gewährleistet. Die Anbindung an die ARA-Häfen –
Amsterdam, Rotterdam und Antwerpen – bleibt weiterhin bestehen, sowohl per Schiff als auch
per Bahn.
Der Rheinhafen Koblenz beobachtet die Entwicklung der Wasserstände und deren
Auswirkungen auf die Güterschifffahrt kontinuierlich. Eine sachliche Einordnung der aktuellen
Situation ist dabei wichtig: Niedrigwasser beeinflusst die Rahmenbedingungen für die
Binnenschifffahrt, bedeutet derzeit jedoch keine Unterbrechung der schiffbaren Verbindung
von den Seehäfen nach Koblenz.
Hintergrund: Die Stadtwerke Koblenz
Die Stadtwerke Koblenz GmbH sind ein zu 100% kommunales Unternehmen der Rhein-Mosel-Stadt. Zur Unternehmensgruppe gehören die beiden großen Tochtergesellschaften Koblenzer Verkehrsbetriebe GmbH (koveb) und Koblenzer Bäder GmbH, die das Moselbad betreibt. Weiterhin verantworten die Stadtwerke das Beteiligungsmanagement der Stadt Koblenz und sind Hauptgesellschafter an der VWM (73,80 %), am Flugplatz Winningen/Koblenz (64,46 %) und an der WKW (60 %). Über die EKO2 sind die Stadtwerke zudem größter Anteilseigner der Energieversorgung Mittelrhein AG. Das Portfolio im Energiesektor runden Beteiligungen am Windpark Westerwald (10,02%) und der KO-Solar (25,5 %) ab.
10. August 2026